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Forschungsdesign

Das Forschungsdesign kombiniert Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung in einem mixed method-­Ansatz.

Es wurden 18 leitfadengestützte Interviews mit Mieter*innen im Untersuchungsgebiet geführt. Damit wurden die wesentlichen Themen identifiziert, die für die Mieter*innen in ihrer Wohnsituation wichtig sind. Außerdem wurden die Handlungsstrategien und Sinnzusammenhänge erfasst, die den Umgang mit Schwierigkeiten im Wohnumfeld betreffen. Die Interviews wurden in einem kategoriengeleiteten Verfahren qualitativer Inhaltsanalyse kodiert und in fünf idea­le Handlungstypen überführt. Diese fünf Typen bildeten die Grundlage für die Gestaltung des Fragebogens der quantitativen Erhebung.

Schematische Darstellung des Studienablaufs

Die anschließende quantitative Erhebung diente der Quantifizierung der allgemeinen Einstellung zur Mieter*innenmitbestimmung, zur Erhebung der Wohnsituation und einiger soziodemografischen Daten. Außerdem wurden die fünf idealen Handlungstypen über eine likertskalierte Itembatterie erfragt und so die Qualifizierung der standarddemografischen Ergebnisse entlang der verschiedenen Handlungstypen möglich. Es wurden verschiedene Befragungsmethoden kombiniert, um die methodenspezifischen Verzerrungseffekte auszugleichen.

Ergänzend wurden Expert*inneninterviews sowohl mit wichtigen Akteur*innen am Kottbusser Tor, als auch mit Vertreter*innen von Gremien und Projekten starker Mieter*innenmitbestimmung an anderen Orten, geführt. Über die Studie, ihre Absichten und ihren Kontext, wurden Gewerbetreibende mit Flugblättern und Anwohner*innen mit Hoffesten informiert.

Insgesamt ist das Forschungsdesign so angelegt, dass sowohl qualifizierte Aussagen zu der Kernfrage getroffen werden können, als auch die Entwicklung eines Modellprojektes der Mieter*innenmitbestimmung, zumindest in seinem Ansatz, weiter geführt werden kann.